DIE GRÜNEN IN BAD URACH, DETTINGEN, HÜLBEN, GRABENSTETTEN UND RÖMERSTEIN

Sicherheit der Radler im Blick

An welchen Stellen lassen sich die Radwege in der Kurstadt verbessern? Dieser Frage sind engagierte Bad Uracher Bürger, darunter eine Arbeitsgruppe der Grünen, nachgegangen. Das Ergebnis liegt nun als „Konzept Radroute Bad Urach“ vor. Allerdings lassen sich Teile des Konzepts aus rechtlichen Gründen nicht umsetzen, andere waren am Dienstag Gegenstand der Diskussion im Technischen Ausschuss: Im Blick haben die Verantwortlichen beispielsweise die Sirchinger Straße. Hier kreuzt der Radweg von und nach Seeburg auf Höhe der Firma Uraca die viel befahrene Sirchinger Steige. Denkbar wäre, sagt Ordnungsamtsleiterin Vesna Trost, an dieser unübersichtlichen Stelle eine Querungshilfe zu installieren, also eine Art Insel in der Fahrbahnmitte, damit die Radler die Straße in zwei Etappen bewältigen können. Einen entsprechenden Antrag hat die Stadt zwischenzeitlich beim Regierungspräsidium Tübingen eingereicht. Eine Antwort, ob das Land die Kosten trägt, steht allerdings noch aus, wie Bürgermeister Elmar Rebmann sagt. Sollte das Land ablehnen, bliebe der Stadt die Möglichkeit, den Bau aus der eigenen Tasche zu finanzieren.

Schutz für Schüler

Im Blick hatte der Technische Ausschuss zudem die Kreuzung Immanuel-Kant-Straße und Eichhaldestraße. Hier empfiehlt das Gremium, in der Eichhaldestraße eine Mittelinsel aufzumalen. Sie soll den abbiegenden Verkehr entschleunigen, den Autofahrern Orientierung geben  und damit vor allem radelnde Schüler schützen. Eine Verkehrsinsel an dieser Stelle zu bauen, sagt Andreas Streble vom Fachbereich Tiefbau, sei kaum möglich. Zumal der Bus dort in einem sehr spitzen Winkel in Richtung Haltestelle abbiegen müsse.

Überdies ist daran gedacht, eine Sperrfläche auf der Stuttgarter Straße aufzuzeichnen, um abbiegende Radler am Einmündungsbereich der Gebrüder-Gross-Straße zu schützen.

Im Blick haben die Verantwortlichen des Weiteren eine optimierte Streckenführung im Kurgebiet und in der Kernstadt. Im Stadtzentrum möchte die Verwaltung jene Biker, die unter die Kategorie „Freizeitradler“ fallen, über den Marktplatz rollen lassen. Hierzu hatte CDU-Stadtrat Axel Walcher die zündende Idee. Er schlug vor, die Radler über die Bismarckstraße und die Kirchstraße in Richtung Zentrum zu lenken. Derzeit führt die Route des überörtlichen Radfernwanderwegs Schwäbische Alb vom Bahnhof aus weiter bis zum Hotel Vier Jahreszeiten. Von dort aus geht es dann in Richtung Stuttgarter Straße und Pfählerstraße.

Mobilität in allen Facetten

Stadtrat Jürgen Spingler hat als Problemstelle außerdem das abrupte Ende des Radwegs an der Ulmer Straße im Blick. Die Route führt bis zum Zebrastreifen unterhalb der Festhalle. Spingler schlug vor, die Radler am besten schon auf Höhe der Halfpipe in Richtung Elsachstraße zu leiten, damit sie anschließend über die Pfählerstraße weiterkommen. Eine Routenführung über den Fest- und Parkplatz hält Bürgermeister Elmar Rebmann allerdings für problematisch. Eine Entscheidung in der Frage gab es im Ausschuss nicht.

Lob für die Arbeit der engagierten Bürger kam aus allen Fraktionen. „Die Initiative hat Gefahrenstellen identifiziert“, betonte Marcus Vogel (Grüne). Ziel bleibe, für Radler in der Stadt mehr Sicherheit und mehr Komfort zu schaffen. Deshalb bedauerte er, dass Ideen, die es für den Ochsenbuckel gab, nicht umgesetzt werden konnten. Gleiches gelte für die Stuttgarter Straße: „Sie ist prädestiniert für einen Radstreifen.“ Weiterhin auf der Agenda stehe der Anschluss an die Georgii-Siedlung. Am besten wäre es freilich, sagt Marcus Vogel, wenn ein solches Radkonzept in ein umfassendes Bad Uracher Mobilitätskonzept eingebunden wäre.

„Der Ochsenbuckel ist das Hauptproblem für die Alltagsradler“, findet FWV-Stadtrat Walter Damzog, der zudem anregte, die Burgstraße als passende Route für einen Radweg in den Blick zu nehmen. Stadtrat Wolfgang Lieb (FDP) wünschte sich eine Bürgerversammlung zum Thema Radwege. Dort fänden sich sicher wertvolle Vorschläge, um die Situation weiter zu verbessern.

Bürgermeister Elmar Rebmann denkt allerdings bereits weiter. Er möchte das Thema Mobilität in allen Facetten betrachten und zusammen mit dem Gemeinderat in den kommenden Wochen in eine intensive Diskussion darüber einsteigen.